Geschäftsbericht 2017
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Durch die Verzahnung einer linearen Gehaltserhöhung nach elf Leermonaten mit Mindestgehaltserhöhungen, einer zusätzlichen Anhebung der Einstiegstarifgruppe und der Deckelung der Erhöhungen bei den obersten Tarifgruppen sowie der Einführung einer arbeitgeberseitig unterstützten Altersvorsorge für diejenigen Mitarbeiter, die nicht in den Geltungsbereich der obligatorischen Altersvorsorge im Versorgungswerk der Presse fallen, konnte am Ende ein Gesamtpaket vereinbart werden, das die Interessen aller Beteiligten ausgewogen berücksichtigt. Die dadurch entstandene Planungssicherheit wirkte sich zudem positiv auf die im Berichtsjahr begonnenen Struktur-Projekte aus. 

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Jahresdurchschnitt leicht auf nunmehr 677. Der Anteil an weiblichen Mitarbeitern im Unternehmen ist um einen Prozentpunkt auf 48 % kaum merklich gestiegen. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist leicht gesunken und liegt nun bei 139. 

Die Abschreibungen blieben mit 2,9 Mio. Euro konstant auf Vorjahresniveau. 

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 0,8 Mio. Euro auf 18,9 Mio. Euro. Dabei spielte der zyklische Entfall der Aufwendungen für sportliche Großveranstaltungen, aber auch nachhaltige Einsparungen bei den Kommunikations- und Raumkosten eine wesentliche Rolle. Gegenläufig stiegen die Aufwendungen für Wertberichtigung auf Forderungen sowie die Kursverluste aus Währungsumrechnungen spürbar an. 

Das Finanzergebnis betrug 12,2 Mio. Euro und erreicht damit im Vergleich zum Vorjahr einen nahezu exakt gleichen Wert. Ein leichter Rückgang bei den Erträgen aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften in Höhe von 0,1 Mio. Euro wurde durch einen Anstieg der Erträge aus Beteiligungen in etwa gleicher Höhe ausgeglichen. 

Lediglich bei den Zinserträgen kam es aufgrund der anhaltend schwierigen Lage auf den Anlagemärkten zu einem nochmaligen Rückgang, allerdings auf ohnehin niedrigem Niveau. 

Daraus resultierte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,2 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug aufgrund von Steuererstattungen ebenso 1,2 Mio. Euro und lag damit wie erwartet knapp unter dem Vorjahresergebnis, aber 0,3 Mio. Euro über dem geplanten Budgetwert. 

Geschäftsführung und Aufsichtsrat schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.217.306,38 Euro mit dem Verlustvortrag per 01.01.2017 von 1.309.712,48 Euro zum Bilanzverlust von 92.406,10 Euro zu saldieren und auf neue Rechnung vorzutragen. 

Die dpa betreibt neben ihrem Kerngeschäft eine Vielzahl von Geschäftsbereichen und neuen Geschäftsfeldern in selbständigen, hundertprozentigen Tochtergesellschaften. Aufgrund der gewählten Struktur ist das Ergebnis der dpa in hohem Maße abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Ergebnisbeiträgen der i. d. R. über Gewinnabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften sowie weiteren Beteiligungen. Im Jahr 2017 erzielten sie abermals hohe Jahresüberschüsse und lieferten insgesamt einen Ergebnisbeitrag ab, der mit 12,3 Mio. Euro erneut auf dem hohen Niveau des Vor­jahres­werts lag. 

Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags steuerte die news aktuell GmbH mit knapp 6,1 Mio. Euro die größte Summe zum Erfolg der dpa-Gruppe bei. Die Steigerung des Jahresergebnisses wurde dabei maßgeblich durch das Wachstum des jüngsten Geschäftszweigs zimpel und ein nach wie vor striktes Kostenmanagement positiv be­einflusst.