Geschäftsbericht 2017
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Im Bildbereich war der aktuelle Bildfunk ebenfalls von den Auflagenrückgängen betroffen, und das Minus zum Vorjahr lag mit 0,3 Mio. Euro sogar noch etwas über den erwarteten Umsatzrückgängen. 

Gleiches galt auch im anhaltend schwierigen Segment der Zweitvermarktung von Bildern, wo mit einer Umsatzstabilisierung gerechnet wurde, aber trotz aller Anstrengungen ein Erlösrückgang von 0,2 Mio. Euro verzeichnet werden musste. 

Eine wachsende Zahl von Bildanbietern, der teils dramatische Preisverfall sowie der Kostendruck auf Kundenseite führten erneut zu einer Ergebnisbelastung, die in der Tendenz durchaus als dauerhaft zu bezeichnen ist. Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft dpa Picture-Alliance GmbH hat die Geschäftsführung ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, um diesem Trend entgegenzuwirken und dieses Marktsegment nachhaltig zu stärken.
 

Erfreulich entwickelten sich abermals die Umsätze der neuen Produktfelder mit einem Plus von über 0,5 Mio. Euro. Der dpa-Videoservice sowie die Custom-Content-Angebote konnten dabei teils deutliche Zuwächse erzielen. 

Stabil zeigten sich der Spezialdienst für Anzeigenblätter dpa-Avis sowie der europäische Spezialdienst dpa-Insight EU. Lediglich die fremdsprachigen Auslandssonderdienste konnten die Erlöserwartungen nicht erfüllen und fielen im Saldo hinter die Vorjahreswerte zurück. 

Die Erlöse für Technik und Übermittlung sanken leicht und haben den Planwert mit 1,3 Mio. Euro exakt getroffen. 

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen von 1,3 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro zurück, im Wesentlichen geprägt durch den Einmaleffekt der Buchwertzuschreibung bei der news aktuell Schweiz AG im Vorjahr. 

Mit 94,6 Mio. Euro (Vorjahr: 95,3 Mio. Euro) ergab sich eine um 0,7 Mio. Euro gesunkene betriebliche Gesamtleistung. 

Der Materialaufwand sank um 5,0 % bzw. 1,6 Mio. Euro auf 31,1 Mio. Euro, im Wesentlichen geprägt vom Wegfall der Bezugskosten für die internationale Bildberichterstattung der epa. Trotz gestiegener Aufwendungen für bezogene Leistungen bei den Worthonoraren und den IT-Dienstleistungen sowie neuen Bildbezugsverträgen zur Ergänzung des AP-Bildangebots konnte hier ein wesentlicher Beitrag zur Senkung der Produktionskosten realisiert werden. 

Der Personalaufwand stieg im Gegensatz zum Vorjahr – in 2016 gab es keine tarifliche Gehaltserhöhung – im Jahr 2017 wieder spürbar an und verzeichnete mit 52,8 Mio. Euro einen Anstieg um knapp 2,0 Mio. Euro.  Davon entfielen 0,8 Mio. Euro auf zyklisch höhere Zuführungen zur dpa-Unterstützungskasse, in Summe ca. 0,3 Mio. Euro auf Pensionsrückstellungen und Beiträge zum Pensionssicherungsverein, die im Vorjahr beide gegen null tendierten, und etwa 0,8 Mio. Euro auf Effekte der neuen, lang laufenden Tarifverträge. 

Dabei handelt es sich um mehrere aufeinander abgestimmte Tarifvereinbarungen, die nach äußerst lang­wierigen Verhandlungen im Frühjahr 2017 abgeschlossen werden konnten. Die Laufzeit beträgt für die meisten Komponenten knapp drei Jahre (01. 02. 2016 bis 31. 12. 2018). Die Streckung der Berufsjahres­staffel und der Wegfall der Regelung bezüglich der dpa-Dienstjahre greifen dagegen erst ab 2019.