Geschäftsbericht 2017
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ANHANG

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 ist entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlage­vermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. In der Vergangenheit wurden teilweise steuerlich motivierte Abschreibungen gemäß § 254 HGB a.F. vorgenommen. Die Abschreibungsmethode auf bis zum 31.12.2009 zugegangene Altbestände wurde gemäß Artikel 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten. Hieraus ergaben sich im Berichtsjahr in geringem Umfang höhere Abschreibungen. Auch für die künftigen Jahre werden hieraus keine erheblichen steuerlichen Mehrbelastungen erwartet.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Einstandspreisen. Bei schwankenden Einstandspreisen wurden gewogene Durchschnittspreise angesetzt, sofern nicht niedrigere Werte nach dem Niederstwertprinzip zu berücksichtigen waren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden alle Posten, die vor mehr als einem Jahr fällig waren, einzelwertberichtigt. Bei den übrigen Forderungen erfolgten bei erkennbaren Ausfallrisiken entsprechende Einzelwertberichtigungen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Forderungen, die auf ausländische Währung lauten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst und mit dem Barwert angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Ausgaben und Einnahmen, sobald sie Aufwendungen bzw. Erträge für künftige Perioden betreffen, werden als Rechnungs­abgrenzungsposten aktivisch bzw. passivisch abgegrenzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem ratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren im Sinne von IAS 19. Dabei wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck, ein Rechnungszins auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnitts von 3,68 % (Vorjahr: 4,01 %) für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren und eine Anpassung der laufenden Renten von 2,0 % p.a. sowie ein Gehaltstrend von 1,5 % zugrunde gelegt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Abs. 6 HGB mit Zins auf Basis des 7-Jahres-Durchschnitts und Zins auf Basis des 10-Jahres-Durchschnitts führt zu einem Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 260.947. Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in gleicher Höhe.

Darüber hinaus bestehen rückgedeckte Pensionszusagen, die gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem Aktivwert aus den Rückdeckungsansprüchen zu saldieren waren. Der Erfüllungsbetrag entspricht dem Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherung von TEuro 539 (Vorjahr: TEuro 755). Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von TEuro 43 mit Erträgen in Höhe von TEuro 18 verrechnet.

Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währung lauten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.